Presse

 

Besondere Anerkennung für die Gundekar-Wohnanlage „Hollerstauden“ im Wettbewerb um den Deutschen Bauherrenpreis

Im Wettbewerb um den Deutschen Bauherrenpreis 2014 hat das St. Gundekar-Werk Eichstätt, Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH, eine „Besondere Anerkennung“ erfahren. Gundekar-Geschäftsführer Peter-Stephan Englert durfte die Ehrung für den Neubau der Mietwohnanlage „Hollerstauden“ in Ingolstadt am 19. Februar 2014 im Palais am Berliner Funkturm aus den Händen von Staatssekretär Florian Pronold aus dem Bundesbauministerium entgegennehmen.

Peter-Stephan Englert (Zweiter von links), Geschäftsführer des St. Gundekar-Werks Eichstätt, konnte sich bei der Verleihung des Deutschen Bauherrenpreises 2014 in Berlin über eine „Besondere Anerkennung“ für die neue Mietwohnanlage in Ingolstadt-Hollerstauden freuen. - Im Bild (von links): Heiner Farwick, Präsident des Bundes Deutscher Architekten; Peter-Stephan Englert, Geschäftsführer des St. Gundekar-Werks Eichstätt; Hans-Peter Ritzer von bogevischs (Architektur-)buero, München; Dr.-Ing. Rudolf Findeiß von Sailer Stepan & Partner GmbH Beratende Ingenieure für Bauwesen VBI, München; Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.  |  Foto: Simon Schnepp (für den GdW)

Der Deutsche Bauherrenpreis gilt als die wichtigste bundesweit ausgelobte Auszeichnung im Bereich des Wohnungsbaus. Der Deutsche Städtetag, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen sowie der Bund Deutscher Architekten verleihen ihn gemeinsam. Die prämierten Bauherren sollen hohe Qualität zu tragbaren Kosten verwirklicht haben. (Bauherrenpreis_Urkunde)

Im Votum der Jury wurden außer der ansprechenden Fassadengestaltung vor allem die Begegnungsmöglichkeiten im Quartier und das energetische Konzept der neuen Gebäude an der Ingolstädter Albertus-Magnus-Straße gewürdigt. Man erkannte auch an, dass so zahlreiche innovative Ansätze nicht ohne entsprechenden finanziellen Einsatz zu haben sind. (Bauherrenpreis_Juryvotum)

Drei Architekturbüros haben in jeweils einem eigenen Bauabschnitt ihre Ideen umgesetzt. Trotz der Größe der Maßnahme war die Wohnanlage „Hollerstauden“ des St. Gundekar-Werks Eichstätt diejenige in der Reihe „e % - energieeffizienter Wohnungsbau“, die als erste verwirklicht worden war; die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hat in besagtem Programm insgesamt zehn Modellprojekte im Freistaat gefördert. (Siehe auch: http://www.kwsd-bayern.de/Aktuelles/Bischof_Gregor_Maria_Hanke_segnet_in_Ingolstadt_Modell-Wohnungsbau_de)

 

 

Apostolischer Administrator von Kirgisistan durfte beim Besuch des St. Gundekar-Werks Eichstätt eine „Fügung Gottes“ erfahren

 

Für ein Wohnungsbauunternehmen ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Ziel, auch dann, wenn es spendet. Deshalb hat Geschäftsführer Peter-Stephan Englert bei einem Besuch von Bischof Nikolaus Messmer SJ, des Apostolischen Administrators von Kirgisistan, in der Hauptverwaltung des St. Gundekar-Werks Eichstätt für seine pastorale und soziale Arbeit in einer ärmsten Regionen Zentralasiens eine finanzielle Unterstützung übergeben. Dabei sollte es nicht bleiben; wichtig für das St. Gundekar-Werk ist, dass eine Unterstützung nicht nur einmalig ist, sondern auch eine Zukunftsperspektive gewährleistet. Deshalb ist das St. Gundekar-Werk bereit, einen Spendenbeitrag jährlich bis 2020 zu wiederholen.

Für Bischof Nikolaus Messmer kam diese Bereitschaft der Unterstützung überraschend. Er bedankte sich im Namen aller Menschen seiner Diözese, vor allem der Kinder und Jugendliche, für die er die Spende verwendet, und sprach von einer „Fügung Gottes“.

Bischof Nikolaus Messmer stammt aus einer wolgadeutschen Familie, die nach Kasachstan deportiert wurde. Er trat 1975 der Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Jesu bei, legte 1978 die Profess ab und empfing am 28. Mai 1989 die Priesterweihe. Nach seelsorgerischer Tätigkeit in der Pfarrei „Erzengel St. Michael“ in Bischkek war er Rektor des Kleinen Seminars in Novosibirsk – Russland. Kardinalstaatssekretär Angelo Kardinal Sodana weihte ihn 2006 zum Bischof, und Papst Benedikt XVI. bestellte ihn zum ersten Apostolischen Administrator der Apostolischen Administratur in Kirgisistan. Tragisch war das Schicksal seines Bruders Otto Messmer SJ. In seiner Zeit als Oberer der Societas Jesu in Russland wurde er am 27. Oktober 2008 in Moskau ermordet.

Bei seinem Besuch beim St. Gundekar-Werk interessierte sich Bischof Nikolaus auch für die Arbeit eines kirchlichen Wohnungsbauunternehmens. Die Unterkünfte der Kirgisier – ein Nomadenvolk – sind sehr einfach und mehr als bescheiden. Die Themen „Energie“ und „Nachhaltigkeit“ wären für ihn wichtige Faktoren, jedoch die Möglichkeiten bei der Herstellung, insbesondere bei der Sanierung von bestehenden Hütten, sind mehr als gering. Baumaterialien sind sehr teuer und die Transportmöglichkeiten sind aufgrund der topographischen Verhältnisse sehr schwierig.

Zurzeit entsteht in Talas auch mit Unterstützung von „Renovabis“ und „Kirche in Not“ die erste neue katholische Kirche mit einer Größe von ca. 8,00 x 11,00 m. Das alte Wohnhaus, in dem die Gottesdienste und die pastorale Arbeit stattfindet, soll mit Unterstützung der Diözese Eichstätt instandgesetzt werden. In einem Land, das überwiegend muslimisch geprägt ist, hat die pastorale Arbeit für die wenigen Katholiken eine große Bedeutung. Bischof Nikolaus unterstreicht bei seinem Besuch am 29.1.2014 beim St. Gundekar-Werk die Wichtigkeit dieser Arbeit. Beim Eintrag ins Gästebuch überreichten der Geschäftsführer Peter-Stephan Englert und die beiden Prokuristen Werner Rieder und Sebastian Pietz dem hochrangigen Besucher einen Spendenscheck über 1.200,00 € für dessen vielfältigen Jugend- und Seniorenprojekte in Kirgisistan. Da aber für das St. Gundekar-Werk das Wort Nachhaltigkeit keine leere Worthülse darstellt, erhielt Bischof Messmer von Geschäftsführer Englert die Zusage, dass das Wohnungsunternehmen der Diözese Eichstätt auch in den Jahren 2015 bis 2020 ihm jeweils eine Spende in Höhe von 1.200,00 €, also insgesamt sieben Mal, zur Verfügung stellt. Mit dieser Überraschung im Gepäck trat Bischof Nikolaus Messmer voller Dankbarkeit seine Rückreise an.

 

Derzeit stehen noch folgende Texte zum Download zur Verfügung:

 

Link zum Internetbeitrag des KWSD in Bayern zum "Neubauprojekt in Ingolstadt-Hollerstauden" (Aktuelles: St. Gundekar-Werk Eichstätt GmbH: Lebensraumkonzept in Ingolstadt-Hollerstauden).

Artikel des Donaukuriers Nr. 196 vom 25.08.2010 zum Neubauprojekt in Ingolstadt-Hollerstauden als PDF-Dokument.

Artikel der Kirchenzeitung Nr. 40 vom 03.10.2010 zum Neubauprojekt in Ingolstadt-Hollerstauden als PDF-Dokument.